1. Februar 2010

Neues aus Essen: Stadionneubau jetzt!

Kategorie: Allgemein, Texte – Author: admin – 23:04

Stadionneubau jetzt
Fans des Fußballvereins Rot-Weiss Essen haben durch ein etwa 30 Meter langes Transparent auf Ihre Forderung für ein neues Stadion aufmerksam gemacht. Das Spruchband mit der Aufschrift “Stadionneubau jetzt” hing am Samstag ab etwa 10 Uhr an der Fußgängerbrücke über der B224 ganz in der Nähe des Folkwangmuseums. Der 55 Millionen Euro teure Neubau wurde zur selben Zeit für den Publikumsverkehr geöffnet, so dass das Transparent von vielen Besuchern wahrgenommen werden konnte.

Vor den Wahlen waren sich noch alle Parteien einig, dass man in Essen unabhängig von der sportlichen Situation des Viertligisten, ein neues Stadion benötige. Nach dem Regierungswechsel in Essen wurden die Stadionpläne jedoch wieder auf Eis gelegt und ein Baustopp bestimmt. “Essen gibt Millionen für Museen und Theater aus, wenn es allerdings um den Stadionneubau geht, dann ist auf einmal kein Geld mehr da!” sagte ein Sprecher der Ultras Essen, welche sich zu dieser Aktion bekannten.

Weitere Informationen zu dem Thema:

www.dubistrwe.de

www.stadion-essen.de

13. Dezember 2009

Flaschen und Steine

Kategorie: Allgemein, Auswärts, Texte – Author: admin – 23:12

Bald ist es wieder soweit, das große Nordderby zwischen dem Hamburger SV und unserem geliebten Sportverein steht an. Da es bei den letzten Derbys einige unschöne Zwischenfälle gab, sehen wir uns in der Pflicht Euch Werderfans selbst in die Pflicht zu nehmen und wollen im folgenden Text auf eine miese Problematik aufmerksam machen, die es einzudämmen gilt bevor sie ausartet.

Wo ein Derby ist da sind Emotionen, wo Emotionen sind da passieren Dinge, die evtl. sonst nicht passieren würden. Klar ist, bei Derbys kommt es mehr als sonst zu körperlichen Auseinandersetzungen mit den Fans der anderen Hansestadt. Leider ist in der letzten Zeit, die Form der Auseinandersetzung, dabei in Richtungen zu driften die keiner verantworten und vertreten kann.

Es kommt immer mehr zu Flaschen und Steinwürfen. Zudem werden Böller und Bengalos auf Menschen geworfen. Von diesem Problem kann sich leider auch Bremen nicht gänzlich frei sprechen, auch wenn der aktiven Szene diese Art und Weise fern ist.

Jeder Bremer und auch jeder Hamburger muss wissen, dass wir vor knapp 27 Jahren einen Werderfan durch einen Steinwurf verloren haben. So etwas darf nie wieder passieren!

Niemand hat das Recht ein Menschenleben fahrlässig aufs Spiel zu setzen, indem er einen Stein oder eine Flasche schmeißt!

Unser Appell an alle Beteiligten:

Solltet Ihr in die Situation kommen das es knallt – schmeißt keine Flaschen, schmeißt keine Böller und schmeißt keine Steine! Auch wenn manche Hamburger heute noch singen „Steine, Steine – auf Bremer Schweine“, auch wenn Ihr selbst beworfen werdet, lasst es bleiben!
Sollte es auf unserer Seite zu solchen Vorfällen kommen, sehen wir uns in der Pflicht in das Geschehen einzugreifen. Dies erwarten wir auch von Euch!

In diesem Sinne – auf zum Derbysieg!

Wanderers Bremen & Rolands Erben
Dezember 2009

17. November 2009

50+1 - denkt nochmal drüber nach

Kategorie: Allgemein, Texte – Author: admin – 22:00

Kaum eine Thematik rund um den Fußball zieht momentan solch mediale Aufmerksamkeit auf sich wie die besagte 50+1-Regelung. Manch einem ist die enorme Bedeutung eben selbiger Regelung überhaupt nicht bewusst und für viele keimt die Frage auf, was denn daran überhaupt so wichtig sei.
Beginnen wir mit der trockenen Theorie. Die 50+1-Regelung ist ein Paragraph der Statuten der Deutschen Fußball Liga. Sie besagt stupide ausgedrückt, dass kein Milliardär a la Hopp, kein Scheich, und kein sonstiger Investor, die absolute Mehrheit, also 51% der Anteile eines Fußballvereines übernehmen darf. Sollte dies dennoch der Fall sein, bekommt dieser Verein keine Lizenz und ist somit nicht berechtigt Spiele im Rahmen der DFL auszutragen. Leider Gottes wird diese Regelung immer wieder und immer mehr hinterwandert bzw. kritisiert und über sie diskutiert. So zuletzt geschehen durch Martin Kind, Präsident des Hannoverschen SportVereins, der sie auf der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes am 10. November 2009 auf die Tagesordnung gebracht und zum großen Thema gemacht hat.
Glücklicherweise stellen sich schon im Vorfeld klar die Mehrheit der Bundesligisten gegen das Aufheben dieser Regelung und auch gegen die Anerkennung einer Konsens-Lösung.
So kam es auch, dass bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Dienstag lediglich eine Stimme, vermutlich von Herrn Kind selbst, für die Aufhebung dieser Regelung stimmte und seine Pläne somit vorerst ad acta gelegt wurden.
Leider ist der Kampf gegen den modernen Fußball und in diesem Falle speziell gegen die Person Martin Kind bzw. dessen Pläne noch lange nicht gewonnen. Bereits im Vorfeld kündigte er an, dass er im Falle einer Ablehnung der Änderung dieser Regelung es in Erwägung ziehe vor das Schiedsgericht des Deutschen Fußball-Bundes oder vor den Europäischen Gerichtshof zu ziehen.
Blanke Theorie hin oder her. Was will der Mann damit bezwecken? Wieso soll sie überhaupt außer Kraft gesetzt werden? Ganz einfach: Er will Verhältnisse wie beispielsweise in England schaffen. D.h. er will, dass die Bundesliga für große Investoren “interessanter” wird, und sie auch mehr als 49% der Anteile an einem Verein erwerben können. Für den Pay-TV-Schauer vor dem heimischen Fernseher sicherlich eine sehr interessante These. So würde man bald in den heimischen Signal-Iduna-Parks, Commerzbank-Arenen, Playmobil-Stadien, etc. auch die ganz großen Stars begrüßen können und würde tollen Fußball präsentiert bekommen. Die Bedeutung für Fans, Fanszenen und Fankultur sollte bzw. darf hierbei aber absolut nicht vergessen werden. Es reicht doch schon, dass heilige Namen wie Westfalenstadion durch lächerlich klingenden Sponsoren-Namen getauscht werden und die Kommerztrommel kräftig gerührt wird. Ein Aufheben eben selbiger Regelung würde für den treuen Fan, der Woche für Woche seiner Mannschaft hinterherfährt, drastische und nicht hinnehmbare Folgen haben. Die Eintrittspreise würden zwangsläufig in die Höhe schnellen und ein Stadionbesuch zum Luxusgut werden, so geschehen z. B. in England. Kein normaler Mensch könnte sich mehr einen regelmäßigen Stadionbesuch leisten und ein riesen Stück Fankultur würde deutschlandweit wegbrechen. Für Wirtschafter wie Martin Kind völlig uninteressant. Sie interessiert nur die Wirtschaftlichkeit des eigenen Unternehmens (Vereins). Jeder Fan, dem etwas an der Sache Fußball liegt, egal ob Ultra’, „Normalo“, Kutte oder Pay-TV-Schauer muss alles in seiner Macht stehende dafür tun, dass eben besagte Regelung erhalten bleibt und dass Martin Kind seine Pläne aufgibt.
Vorerst scheint er gescheitert, aber es bleibt abzuwarten zu welchen Schritten er als nächstes bereit ist und inwieweit er sie umsetzt. Der Kampf geht weiter. Lasst den modernen Fußball nicht komplett gewinnen - 50+1 MUSS bleiben. Heute, Morgen und für alle Zeit!

9. September 2009

Spieltags-Zerstückelung

Kategorie: Texte – Author: admin – 14:28

So gut wie jedem Fußball-Fan gehen die neuen Anstoßzeiten und die Zerlegung der Spieltage auf den Sack. Verständlich, denn wie kommen wir Bremer denn vom vermeintlichen „Topspiel“ am Samstagabend aus z.B. Gelsenkirchen zurück? Mit dem kostengünstigen und üblichen Wochenendticket sicher nicht. In der vergangenen Saison wurde wie gewohnt um 15:30 Uhr am Samstag das Leder angetreten und es ging 2 x 45 min darum, wer die meisten Tore schießt. Raus aus dem Stadion, rein in die Kneipe und die Ergebnisse der anderen Partien erfragen. Am Ende des Tages konnte man sich noch schön die Sportschau reinziehen um alle restlichen Infos und gute Szenen der anderen Spiele zu sehen. Heute interessieren wir Fans aber nicht mehr. Weder die Vereine noch der DFB haben Interesse an uns. Es geht nur noch darum dem Pay-TV hinterher zu laufen und vermarktungsgerecht den „Volkssport“ Fußball zu verkaufen. Die Fans, die bei Wind und Wetter jedes Wochenende aufs Neue im Stadion stehen und ihrer Mannschaft überall hinterher reisen, interessieren nicht mehr. Warum auch? Denn von solchen Leute sind Konzerne wie Sky nun wirklich nicht abhängig. Wichtig sind nur die Zuschauer die zuhause vor den Matscheiben hängen und im Monat fleißig Unsummen für diesen „Spaß“ bezahlen. Die Fans die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihren Verein überall hin zu folgen sind den TV Konzernen meist nur ein Dorn im Auge. Jedenfalls dann, wenn diese sich erlauben, sich selbst ein Bild zu den herrschenden Zuständen machen, ansonsten werden sie von den Kamerateams nur dazu benutzt um dem geldscheffelndem Topspiel den passenden Rahmen zu geben. Wer will denn nicht gerne auf dem heimischen Sofa jubelnde Fans sehen, die ihre Fahne schwenken, wenn ihr Team das Leder in die Maschen geknallt hat?

Selbstverständlich ist jegliche Kritik an den Pay-TV Plänen unerwünscht! Für diverse Sender wäre es sicherlich ein Traum wenn man alle neun wöchentlichen Bundesligaspiele auf die gesamte Woche verteilen könnte, natürlich nur zur besten Sendezeit. Wenn man diesen Gedanken mal etwas weiter spinnt, dann kommt dem geneigten Fußballfan auch der Gedanke, dass man dann einfach mal am Dienstagabend um 20:15 Uhr in Freiburg spielt. Ausgehend von Bremen wäre dies ein Ding der Unmöglichkeit! Denkbar wäre allerdings auch eine Anstoßzeit um 11:00 Uhr morgens, damit das Spiel zur besten Sendezeit dem asiatischen Markt präsentiert werden kann. Darunter leidet im Endeffekt dann nicht nur der Fan an sich, sondern letztendlich sogar der Verein, der sich dann auswärts vor einem leeren Gästeblock gegen seinen Gegner behaupten muss. Erschreckend ist, dass die eben genannten Konzerne anscheinend so viel Einfluss haben, dass das gewohnte Fußballwochenende seit dieser Saison komplett über den Haufen geschmissen wurde. Von dem gewohnten „Samstag – 15:30 Uhr – Fußball“ ist man inzwischen weit entfernt. Viel mehr ist es jetzt: Freitag - 20:30; Samstag 15:30 UND 18:30; Sonntag 15:30 UND 17:30. Wer steigt da denn überhaupt noch wirklich durch? Keiner! Und was kommt als nächstes? Vielleicht Mittwoch 23:30 Uhr??? Mittlerweile ist man als Fußballanhänger ja schon völlig verunsichert, wenn man sich auf den Weg zum Stadion macht, weil man gar nicht genau weiß, wann angestoßen wird.

Nicht außer Acht lassen sollte man hierbei auch, dass die neuen Anstoßzeiten auch mit dem Amateurfußball kollidieren. Sonntag, 14:00 Uhr, war bislang die gewohnte Anstoßzeit in der 3. Liga und allen unteren Amateurligen. In der Bundesliga wird seit dieser Saison am Sonntag allerdings schon um 15:30 Uhr angestoßen, während z. B. in der Regionalliga das Spiel vielleicht gerade in die entschiedene Schlussphase geht. Klar ist hierbei auch, dass so den Amateurmannschaften Massen an zahlenden Zuschauern weggerissen werden, was die finanzielle Schere zwischen den „großen“ und „kleinen“ Vereinen in der nächster Zeit noch größer werden lässt. Die Chance auf eine Übertragung im freiempfangbaren Fernsehen geht gen Null und auch die vielleicht bereits geplanten Zuschauereinnahmen fließen nicht in die Vereinkassen.

Genau wegen diesem Durcheinander gab es am vergangenen Spieltag, an dem unsere grün-weiße Elf gegen die alte Dame aus Berlin antreten musste, eine kleine Spruchband-Aktion um einmal auf diesen Umstand hin zu weisen. Dazu zeigten die Harlekins in ihrem Block ein Spruchband auf dem zu lesen war „Die Kehrseite des Pay-TV: Spieltagszerstückelung!“, darunter wurden wild durcheinander die verschiedenen Ankickzeiten gezeigt. Passend zu dem Durcheinander noch ein weiteres Transpi mit der Aufschrift: „Wer blickt da noch durch?“. Im Anschluss gab es mit uns ein gemeinsames Spruchband. Gesamt ergab dies „Der Reiz eines SPIELTAGES verliert sich im Wirrwar einer SPIELWOCHE!“.