29. März 2012

Die größte der drei Kölner Ultra-Gruppen hat momentan mit Repressionen zu kämpfen, die es in dieser Form im deutschen Fußball bislang nicht gab. Nach dem Auswärtsspiel des 1. FC Köln in Sinsheim am 04.03.2012 kam es auf einer Autobahnraststätte zu einem Überfall von Anhängern des FC auf einen Bus mit Fans der Borussia aus Mönchengladbach. In den folgenden Tagen wurde u. a. die Ultra-Gruppe Wilde Horde in den Medien bezichtigt, an dem Überfall beteiligt gewesen zu sein, ohne das die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen waren. Auch in der Medienlandschaft gilt die Unschuldsvermutung. Mehr als fragwürdig ist aus unserer Sicht auch die Informationspolitik der Kölner Polizei. So wurden offenbar während der Ermittlungsverfahren Namen von verdächtigten (!) Personen an die Presse weitergegeben. Des weiteren wurden Hausdurchsuchungen bei Mitgliedern und in den Räumlichkeiten der Horde vorgenommen, die einer Razzia glichen. Hier wurden auch Dinge wie Abtönfarbe und Kleidung der Wilden Horde sichergestellt und als gefährlich dargestellt.
Der 1. FC Köln sah sich aufgrund des medialen Drucks offenbar gezwungen, sofort zu reagieren und verhängte unverzüglich bundesweite Stadionverbote gegen Mitglieder der Wilden Horde und prüft Vereinsausschlussverfahren sowie ein Gruppenverbot. Der Status eines Fan-Clubs wurde der Wilden Horde bereits entzogen. Auch hier wurde das demokratische Grundprinzip der Unschuldvermutung untergraben.
Wir möchten an dieser Stelle klarstellen, dass wir uns von derartigen Vorfällen, sollten diese tatsächlich so wie in den Medien dargestellt vorgefallen sein, eindeutig distanzieren! Derartige Gewaltexzesse haben für uns mit Fußball nichts zu tun und widersprechen unserer Auffassung von „Ultra“. Dennoch wollen wir der Wilden Horde mit dem Spruchband unsere Solidarität bekunden, hoffen aber gleichzeitig, dass auch eine Aufarbeitung der Vorkommisse innerhalb der Fanszene stattfindet. Jetzt ist jedoch Zusammenhalt gefordert und es gilt Verein, Polizei und Presse zu zeigen, dass unbequeme Fans nicht so einfach unterzukriegen sind und zum Spielball der Repressionen gemacht werden können.
8. November 2011
„Emotionen reglementieren heißt Fankultur verlieren – Nein zum Kodex!“
Diese Zeilen konnte man vor dem Match gegen den 1.FC Köln als Stadiongänger kaum übersehen.
Die Spruchbänder sollen auf die Problematik hinweisen, derer wir seit Einführung des Fan-Ethik Kodex ausgesetzt sind. Wir möchten die Aufmerksamkeit auf die Willkür der Vereinsoberen richten und verdeutlichen, wie mit den aktiven Fans umgegangen wird. Durch den Kodex sehen wir uns beim Ausleben unserer Fankultur stark eingeschränkt. Dabei handelt es sich keineswegs nur um die Themen, die die Presse gerne regelmäßig hervorhebt, wie beispielsweise Pyrotechnik , sondern auch um Fahneneinschränkungen in unserer Ostkurve, freie Meinungsäußerung und Choreoverbote.
Ein weiterer Teil der Problematik zeigt sich im Interesse des Vereins, der eine Unterschrift des Fan-Ethik Kodex von allen Fanclubs und Gruppen, sowie auch mittlerweile Einzelpersonen unter Androhung und Durchführung diverser Sanktionen „erzwingt“.
Fussball lebt durch ALLE Fans!
1. Mai 2011

Freiheit für Sturm Graz!
Am vergangenen Spieltag zeigten wir ein Spruchband auf dem “Freiheit für Sturm Graz!” zu lesen war. Sicherlich werden sich nun viele Fragen, was es damit auf sich hat. Dazu hier eine kleine Erklärung:
Um auf Dauer die Identität und Tradition des Vereins aufrechtzuerhalten, haben sich Fans des SK Sturm Graz zu der Initiative „Freiheit für Sturm“ zusammengeschlossen und einen Antrag für die Generalversammlung ausgearbeitet. Dieser Antrag soll in der Vereinssatzung verankern, dass der Vereinsname bzw. das Logo des Vereins sponsorenfrei sein muss und nicht wie es aktuell der Fall ist, mit der Biermarke Puntigamer versehen sein. Mehr zu diesem Thema gibt es im nächsten Weltenbummler, der zum Spiel gegen Borussia Dortmund am kommenden Samstag erhältlich sein wird,
oder unter www.freiheit-fuer-sturm.at
1. Februar 2011

Der ein oder andere wird sich vielleicht über dieses Spruchband am vergangenen Samstag gewundert haben. Dies hatte aber einen speziellen Grund. Für das Jugendhaus ‘Buchte’ sieht es dieser Tage nicht gut aus. Eine Sanierung ist dringend nötig. Auch wir sind eine der zahlreichen Nutzergruppen der Buchte, weshalb wir versuchen zu helfen wo und wie wir können. Dies ist unsere Solidaritätsbekundung.
Kein Bremen ohne Buchte!

Bremen ohne Buchte?
Wie viele von euch schon wissen, ist die Buchte total kaputt. Die Bausubstanz stammt aus der Nachkriegszeit und seit 2005 ist bekannt, dass die Wände des Hauses mit Schwamm befallen sind. Seit fünf Jahren planen wir nun eine notwendige Sanierung der Buchte und versuchen mit der Besitzerin des Hauses, der Immobilien Bremen (IB), auf einen Nenner zu kommen. Jetzt, Ende 2010, stecken wir noch immer in den Verwaltungs- und Verfahrensstrukturen der IB fest. Zuletzt wurden uns Bedingungen für die Sanierung auferlegt, die für die Buchte nicht finanzierbar sind.
Uns reicht es!!!
Klar muss sein: Wenn wir das Haus nicht kaufen und es sanieren, wird Haus und Grund an den meistbietenden Investor verkauft und geht somit als Ort kritischer Jugendarbeit verloren. Die Lage ist also ernst! Das wäre das Ende für einen weiteren der ohnehin schon wenigen Freiräumen für Selbstorganisation und Jugendkultur in Bremen. Die Schliessung des Wehrschlosses ist erst anderthalb Jahre her und die Buchte soll nicht als nächstes dran sein. Seit 40 Jahren beleben Jugendliche dieses Haus und das Haus diese Stadt.
Weitere Infos findet ihr auch auf www.die-buchte.de