3. Mai 2012

Weserstadion – Stadionnamen erhalten!

Kategorien: Texte

Mit dem folgenden Text möchten wir Euch näher erläutern, warum es uns als Werderfans so wichtig ist, dass der Name „Weserstadion“ erhalten bleibt:

Seit Generationen pilgern Werderfans ins Weserstadion, benannt nach dem Fluss, der unsere Stadt prägt. Die Gründe hierfür sind ganz individuell und verschieden. Sportliches Interesse, freundschaftliche Bindungen, emotionales Ventil etc. Eines jedoch verbindet die meisten: Die Identifikation mit dem Verein!

Durch den Namen „Weserstadion“ wird eine Identifikation der Bremer mit ihrem Sportverein geschaffen. Dies soll auch weiterhin gegeben sein können. Solche Identifikationswerte sind ein wesentlicher Teil der Fußballvereine gegenüber ihren Fans und Spielern. Die Fans bleiben ihrem Verein in guten sowie schlechten Zeiten ein Leben lang treu. Aber woran machen Fans ihren Verein fest? Fußballvereine haben nur wenige Merkmale, die sich ihnen klar zuordnen lassen und von den vielen anderen unterscheiden. Dazu gehören unter anderem der Vereinsname, die Stadt, die Vereinsfarben, ihre Struktur und nicht zuletzt das Stadion und dessen Standort. Das Stadion und dessen Name sind somit ein wichtiger Teil der Identität vom SV Werder Bremen und der Stadt Bremen. Daher darf dieses Merkmal nicht einfach verschwinden, indem das Stadion umbenannt wird und somit nicht mehr sofort dem SV Werder Bremen zuzuordnen wäre. Wenn auch noch andere Identifikationsmerkmale fahrlässig verändert werden würden, dann ist es nicht mehr der Sportverein, mit dem man sich so gut identifizieren konnte und man würde ihn kaum noch wiedererkennen. Das Weserstadion beweist, dass erfolgreicher Sport und hanseatische Bodenständigkeit sich nicht gegenseitig ausschließen, es repräsentiert die Verbundenheit des Vereins mit seiner Stadt, dessen Wahrzeichen nicht einfach durch Fremdeinwirkung umbenannt werden kann. Deshalb wollen wir alles daran setzen, den Stadionnamen zu erhalten!

Selbstverständlich verändern sich der Sport und alles um ihn herum. So verändert sich auch der Verein im Laufe der Jahre. In jüngster Vergangenheit wurde beispielsweise das Stadion aus- und umgebaut. Hierbei haben wir den Erhalt der Flutlichtmasten und den Standort des Weserstadions begrüßen dürfen. Aufgrund rapide gestiegener Stahlpreise wurde ein ohnehin absurder Gedanke des kompletten Neubaus andernorts verworfen. Doch nicht alle Veränderungen sind immer die beste Lösung und so stehen wir dem Namenssponsoring sehr kritisch gegenüber und dies nicht nur aus einem möglicherweise übertrieben wirkenden Traditionsbewusstsein heraus, sondern weil wir seit Jahrzehnten den Namen Weserstadion mit dem Verein und der Stadt Bremen verbinden und im Herzen tragen.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist ein Verkauf des Stadionnamens, weder jetzt noch sonst wann, zwingend notwendig und muss auch keineswegs einen Vorteil darstellen. So kann sich der SV Werder Bremen gerade durch den Nichtverkauf des Stadionnamens oder der Tribünennamen von vielen anderen Vereinen der Bundesliga positiv abheben. So stehen die Fans beispielsweise weiterhin in der Ostkurve und nicht in der „Kraftkurve“ oder ähnlichem. Abseits der Vereine mit verkauftem Stadionnamen kann sich Werder als Verein etablieren, der eben nicht dazu bereit ist, alles zu verkaufen, nur um kurzfristig vom schnellen Geld profitieren zu wollen und den Fans weiss machen zu wollen davon würde der sportliche Erfolg abhängen. Der Name „Weserstadion“ kann viel mehr in den Fokus von Werbemaßnamen und dem Merchandise gerückt werden, mit denen sich die Werderfans gerne und über Generationen hinweg identifizieren.

Das Aufrechterhalten der oben genannten Vereinsmerkmale, von denen ein Teil der Erhalt des Stadionnamens ist, kann auch in Zukunft viele Sympathien von Fans einbringen und diese ein Leben lang an ihren Verein binden. Dieser Vorteil geht jedoch bei einer Namensänderung und dem daraus resultierenden Identitätsverlust verloren, wenn aus dem Weserstadion z. B. InBev-Stadion oder swb-Arena wird. Hinzu kommt, dass mit der ersten Namensänderung weitere und immer absurdere Namensänderungen wahrscheinlicher werden. Beispiele dafür finden sich heute schon zu Hauf in den Ligen.

Bis dato erkannten dies augenscheinlich auch unsere Vereinsverantwortlichen. So entwickelte sich in den letzten Jahren eine andere Strategie. Wie Manfred Müller vor einiger Zeit schon erkannte, sei ein Verkauf dieses Identifikationspunktes an den Höchstbietensten nicht sinnvoll. Gegenüber der Presse erwähnte Manfred Müller jedoch, dass der Name des Stadions nur verkauft werde, wenn es unbedingt nötig ist. (Quelle: www.pro-weserstadion.de).

Fraglich dürfte bleiben, wann der Verkauf des Stadionnamens für Manfred Müller „unbedingt notwendig“ ist. Denn einen wichtigen Identifikationsfaktor zu verkaufen, kann und darf aus unserer Sicht niemals „unbedingt notwendig“ sein. Nicht zuletzt deswegen nicht, da mit dem erbrachten Erlös evt. sportliche Talfahrten nicht zwingend stoppen und Erfolge diesbezüglich nicht zwingend kaufen lassen.

Ebenfalls erklärte sich Klaus Filbry in einem Interview wie folgt: „Sollte uns irgendwann jemand ein exorbitantes Angebot für den Kauf des Stadionnamens vorlegen, dann müssen wir Vor- und Nachteile abwägen, prüfen, ob der Name zu Werder Bremen passt. Und wir müssen einen Dialog mit den Fans führen, um zu erfahren, ob sie bereit sind, diesen Weg mitzugehen.“ (Quelle: www.werder.de/de/aktuell/werder-magazin/08358.php)

Gerade solche Aussagen lassen befürchten, dass der Status-Quo nicht ewig erhalten bleibt und, wenn das richtige Angebot vorhanden wäre, über den Verkauf des Stadionnamens spätestens dann wieder intensiv nachgedacht wird, sollten aufgrund ausbleibenden sportlichen Erfolges, Einnahmen ausbleiben.

Aus unseren Erläuterungen heraus müssen wir Klaus Filbry widersprechen, dass wir aus den bereits genannten Gründen nicht bereit sind „diesen Weg mitzugehen“ und uns stattdessen für den Erhalt des Stadionnamens einsetzen.

Daher wollen wir Euch daran erinnern, was uns allen wichtig ist. Es gilt, die Identifikationsmerkmale unseres Vereins zu erhalten. Diese Verantwortung wollen und dürfen wir aber nicht alleine an unsere Vereinsführung abgegeben. Es ist an uns Fans, der Vereinführung deutlich zu machen, dass diese Merkmale zu schützen sind und finanziellen Interessen nicht widersprechen. Ganz im Gegenteil!

Deswegen heißt es ganz klar: Weserstadion bleibt!

 

Nachtrag:

Wir danken der Faninitiative Weserstadion für die üppige Spende zur Realisierung der Aktion!

Wir danken der Faninitiative Weserstadion für die üppige Spende zur Realisierung der Aktion!

Wir danken der Faninitiative Weserstadion für die üppige Spende zur Realisierung der Aktion!

 

16. Februar 2012

Liebe Werderfans,

aufgrund des bevorstehenden Nordderbys möchten wir das Wort an euch richten.
Wo ein Derby ist da sind Emotionen, wo Emotionen sind da passieren Dinge, die evtl. sonst nicht passieren würden. Klar ist, bei Derbys kommt es mehr als sonst zu körperlichen Auseinandersetzungen mit den Fans der anderen Hansestadt. Leider ist in der letzten Zeit, die Form der Auseinandersetzung, dabei in Richtungen zu driften die keiner verantworten und vertreten kann.
Es kommt immer mehr zu Flaschen und Steinwürfen. Zudem werden Böller und Bengalos auf Menschen geworfen. Von diesem Problem kann sich leider auch Bremen nicht gänzlich frei sprechen, auch wenn der aktiven Szene diese Art und Weise fern ist.
Jeder Bremer und auch jeder Hamburger muss wissen, dass wir vor jetzt 30 Jahren einen Werderfan durch einen Steinwurf verloren haben. So etwas darf nie wieder passieren.
Auch dieses Jahr möchten wir das Nordderby zu dem machen was es sein soll. Wir haben eine Choreo ausgearbeitet und dies beudeutet nicht nur für uns viel Arbeit und Stress.Tut uns einen Gefallen und nehmt die Arbeit anderer wahr. Zerstört diese nicht durch unüberlegten Pyroeinsatz. Unsere Arbeit ist unser Beitrag zum großen Ganzen SV Werder Bremen. Repektiert diesen Einsatz und lasst uns am Samstag ein Derby erleben, wie es sich jeder wünscht.

GWG
Wanderers Bremen

8. November 2011

Spruchbanderklärung – Emotionen reglementieren heißt Fankultur verlieren – Nein zum Kodex!

„Emotionen reglementieren heißt Fankultur verlieren – Nein zum Kodex!“

Emotionen reglementieren heißt Fankultur verlieren - Nein zum Kodex !

 

Diese Zeilen konnte man vor dem Match gegen den 1.FC Köln als Stadiongänger kaum übersehen.
Die Spruchbänder sollen auf die Problematik hinweisen, derer wir seit Einführung des Fan-Ethik Kodex ausgesetzt sind. Wir möchten die Aufmerksamkeit auf die Willkür der Vereinsoberen richten und verdeutlichen, wie mit den aktiven Fans umgegangen wird. Durch den Kodex sehen wir uns beim Ausleben unserer Fankultur stark eingeschränkt. Dabei handelt es sich keineswegs nur um die Themen, die die Presse gerne regelmäßig hervorhebt, wie beispielsweise Pyrotechnik , sondern auch um Fahneneinschränkungen in unserer Ostkurve, freie Meinungsäußerung und Choreoverbote.

Ein weiterer Teil der Problematik zeigt sich im Interesse des Vereins, der eine Unterschrift des Fan-Ethik Kodex von allen Fanclubs und Gruppen, sowie auch mittlerweile Einzelpersonen unter Androhung und Durchführung diverser Sanktionen „erzwingt“.
Fussball lebt durch ALLE Fans!

25. Juli 2011

Trikotabstimmung online!

Kategorien: Allgemein, Texte, Wanderers

Moin Leute,

erstmal ein Dankeschön für eure zahlreichen kreativen Ideen und Einsendungen. Die besten 3 Entwürfe stehen nun im Fanszene-Forum und Worum zur Abstimmung. Das mit den meisten Stimmen wird dann demnächst bei uns am Stand im Ostkurvensaal zu erwerben sein. Also stimmt fleißig für euren Favoriten ab!

Hier die Links:

FSB
Worum

Eure Wanderers