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März 2019

Vier Ligen, vier Meister – Regionalliga Reform jetzt!

„Meister müssen aufsteigen!“ lautet die Forderung, die in den letzten Jahren regelmäßig in deutschen Stadien propagiert wurde, was deutlich zeigt, wie allgegenwärtig die Problematik rund um die Aufstiegsregelung der Regionalligen ist. Einhergehend mit der bisweilen letzten Reform 2012, wurde die zuvor dreigleisige Regionalliga fünfgleisig. Dies hatte zur Folge, dass die drei bestehenden Aufstiegsplätze in einer Relegationsrunde ausgespielt werden, bestehend aus den Meistern jeder Liga und dem Zweiten der mitgliederstärksten Regionalliga Südwest. In der Konsequenz wurde damit der Ertrag einer gesamten Saison von Hin- und Rückspiel in der Relegation abhängig gemacht. Ein solches Verfahren ist mit den Grundsätzen des Sportes in keiner Weise vereinbar, ganz zu schweigen von den wirtschaftlich, teils existenziellen, Konsequenzen, die ein solcher Verbleib in der Regionalliga für die, oftmals ohnehin schon klammen, Vereine nach sich zieht.

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Spruchbanderklärung: Freiheit für Rui Pinto!

Bereits im September 2015 wurde von anonymen Whistleblowern die Enthüllungsplattform „Football Leaks“ gegründet. Um die Enthüllungen in Zukunft öffentlichkeitswirksamer zu präsentieren, wurden nach 2016 Kooperationen mit europäischen Medien geschlossen. Darunter auch der Spiegel, der die geleakten Dokumente für echt befandt. Ende 2018 wurden Rechercheergebnisse der Plattform durch europäische Medienunternehmen veröffentlicht. In Deutschland wurden die Ergebnisse durch den Spiegel und den Norddeutschen Rundfunk veröffentlicht. Dadurch wurde u.a. der Gründung bzw. Planung der European Super League, sowie die Unterstützung seitens des Fifa-Präsidenten Gianni Infantino für Paris Saint-Germain und Manchester City publik, obwohl diese Vereine der Financial-Fairplay-Regelung der UEFA zuwiderhandeln. Die Identität des Sprechers von „Football Leaks“, der zunächst unter dem Namen „John“ öffentlich in Erscheinung getreten ist, wurde Anfang des Jahres enthüllt.  Der Portugiese Rui Pinto wurde in Budapest verhaftet, saß zunächst zwei Tage in Untersuchungshaft und steht seitdem unter Hausarrest. Die Strafverfolgungsbehörden Portugals werfen Rui „John“ Pinto versuchte Erpressung und mögliche illegale Datenbeschaffung vor und haben seine Auslieferung beantragt. Das zuständige Gericht in Budapest hat nun entschieden, dass Pinto nicht den besonderen Schutz für Informanten durch den europäischen Gerichtshof in Anspruch nehmen kann und nach Portugal ausgeliefert werden soll.

Wer sich noch nicht näher mit der Thematik beschäftigt hat, dem sei die Sportschau-Doku „Football Leaks – Von Gier, Lügen und geheimen Deals“ ans Herz gelegt.

Wir sind dankbar für den Mut, den Rui Pinto bewiesen hat und hoffen, dass dies erst der Anfang ist, wieder mehr Gerechtigkeit in unseren geliebten Fußballsport zu bringen.

You whistled loud – Stay strong Rui Pinto!